Bioenergie Freudenstadt GmbH

Führungen im Jahr 2019

Machen Sie sich selbst im Rahmen einer Führung ein Bild von unserer Anlage.

Folgende Termine sind dazu geplant:

Freitag, 22.03.2019
Freitag, 28.06.2019
Freitag, 27.09.2019
Freitag, 29.11.2019

Beginn jeweils um 14 Uhr, Anmeldung beim Abfallwirtschaftsbetrieb unter
07441 920 5053 oder 5054. Gerne unterbreiten wir, insbesondere größeren Gruppen, weitere Termine auf Anfrage.

 

 

26.01.2017

Strom und Wärme aus Bioabfall

Bioabfallvergärungsanlage leistet Beitrag zum Klimaschutz

 

Mit 19.295 Tonnen hat die Bioabfallvergärungsanlage der Bioenergie Freudenstadt GmbH im Sulzhau im Jahr 2016 ihre höchste Durchsatzmenge seit Inbetriebnahme erzielt. Gleichzeitig wurde auch die höchste Energiemenge in Form von Strom und Wärme erzeugt.

 

„Im Kreislauf denken. Im Landkreis handeln.“ – Unter diesem Motto wurde die Bioenergie Freudenstadt GmbH gegründet und wird so seit 2013 betrieben. In der sogenannten Kaskadennutzung wird in der Anlage der Bioabfall zunächst energetisch und dann stofflich verwertet. „Mit der energetischen Verwertung des Bioabfalls in der Anlage in Freudenstadt kommt der Landkreis Freudenstadt seiner Verantwortung in Sachen Umwelt- und Ressourcenschutz nach und schafft gleichzeitig eine regionale Wertschöpfungskette“, so Geschäftsführer und Leiter des Abfallwirtschaftsbetriebs Martin Steudinger. In der Bioabfallvergärungsanlage werden Bioabfälle aus dem Landkreis Freudenstadt, der Stadt Pforzheim und weiteren Kommunen verwertet, 2016 insgesamt 17.131 t. Neben den Bioabfällen wird auch Grünabfall aus dem Landkreis Freudenstadt verwertet. Aus diesem Bio- und Grünabfall wird in der Bioabfallvergärungsanlage Biogas erzeugt, das an die Stadtwerke Freudenstadt GmbH und Co.KG, neben dem Landkreis Freudenstadt Gesellschafter der GmbH, verkauft wird.

 

„Im Jahr 2016 konnte aus dem Biogas der Bioabfallvergärungsanlage im Sulzhau ca. 4,6 Mio kWh Strom und ca. 6 Mio kWh Wärme erzeugt werden“, so Geschäftsführer Rainer Schuler, zugleich Geschäftsführer der Stadtwerke Freudenstadt. Mit dieser Energiemenge können ca. 1.300 Haushalte mit elektrischer Energie und ca. 290 Haushalte mit Wärme versorgt werden. Gleichzeitig wird eine jährliche CO² Menge von ca. 3.800 t eingespart.

 

Im Landkreis Freudenstadt wird der Bioabfall bereits seit 1995 getrennt eingesammelt. Bis 2013 wurde der eingesammelte Bioabfall über weite Strecken transportiert und ohne energetische Nutzung kompostiert. Nach dem Ziel der Landesregierung sollen bis zum Jahr 2020  60 kg Bioabfall pro Einwohner eingesammelt und verwertet werden. Im Landkreis Freudenstadt beträgt die Sammelmenge pro Einwohner bereits heute 90 kg pro Einwohner. Das Joint Venture zwischen dem Abfallwirtschaftsbetrieb des Landkreises Freudenstadt und den Stadtwerken Freudenstadt GmbH und Co.KG hat sich bewährt. Die hochwertige energetische Verwertung der Bioabfälle ist langfristig sichergestellt.

 

Wer sich über die Bioabfallvergärungsanlage vor Ort informieren will kann sich gerne zu einer kostenlosen Führung anmelden. Termine im Jahr 2017 sind am 24. März, 23. Juni, 29. September und 24. November jeweils um 14:00 Uhr. Anmeldung beim Abfallwirtschaftsbetrieb: Telefon: 07441 920-5053 oder 920-5054. Auf Anfrage sind für Gruppen weitere Termine möglich

 

 

In der Bioabfallvergärungsanlage der Bioenergie Freudenstadt GmbH im Sulzhau wurden 2016 über 17000 Tonnen Bioabfälle und ca. 2000 Tonnen Grünabfälle energetisch verwertet

 

 

 

 

 

  

 

 

Zertifikat RAL Gärprodukt.pdf
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22.04.2014  

  

 Volksfeststimmung zwischen Kompost

 (Quelle: Schwarzwälder Bote 16.4.2014)

  

 

Tag der offenen Tür an der Bioabfallbehandlungsanlage zieht viele Neugierige an / Gas aus Essensresten

 

Von Peter Morlok

 

Freudenstadt. Interessierte Bürger durften sich am Sonntag draußen vor den Toren der Stadt, im Gewerbegebiet Sulzhau, einmal direkt anschauen, was aus ihrem Biomüll wird. Landkreis und BioEnergie hatten dort zum Tag der offenen Tür geladen.

 

Rund um die farbenfroh gestaltete Bioabfallbehandlungsanlage herrschte deshalb ab Mittag so etwas wie Volksfeststimmung. Ein Festzelt lockte mit regionalen Spezialitäten, und einige Infostände rund um das Thema »Bioabfall« informierten die Besucher darüber, was aus ihrem Bio-Abfall eigentlich wird.

Es ist irgendwie schon faszinierend zu sehen, dass aus einem angebissenen Brötchen, einer Bananenschale oder dem Rest des Blumenkohls Gas entsteht, mit dem man Strom fürs Krankenhaus gewinnen kann oder aber aus dem vertrockneten Rhododendron vom Vorjahr flüssiger Dünger und hochwertiger Kompost gewonnen wird. Darüber hinaus konnte man sich die Fahrzeuge, die man sonst nur beim Abholen der braunen Tonnen sieht, aber auch Trucks, Monstertraktoren und Tankfahrzeuge, mit denen der Biomüll durch die Gegend kutschiert wird, einmal aus der Nähe anschauen und sich die Technik von den Fachleuten erklären lassen.

 

Bis es jedoch soweit ist, dass man mit den angelieferten Materialien etwas anfangen kann, bedarf es sehr viel Vorarbeit. Ein Job, der zum großen Teil nichts für empfindliche Nasen ist, denn es stinkt in einigen Produktionshallen recht ordentlich. Besonders in der Anlieferstation, in der die Bioabfälle der Landkreise Freudenstadt und Pforzheim in große Sammelbehältern zusammengekippt werden, bekommt man direkt mit, dass das Material zum Teil schon recht lange in der Tonne gelegen hat.

 

Rainer Schuler, einer der beiden Geschäftsführer der Bioenergie GmbH, der mit einer Besuchergruppe eine Führung durch die gesamte Anlage machte, zeigte im nächsten Schritt, wie diese Rohmasse in einem großen Schredder zerkleinert, danach gesiebt und per Magnet von metallischen Gegenständen befreit wird.

 

Dass kaputte Lederfußbälle, halbe Motoren und Kochtöpfe nicht wirklich etwas im Bioabfall zu suchen haben, versteht sich eigentlich von selbst. Und dennoch konnte Schuler den erstaunten Besuchern eine ganze Kiste voll »Sonder-Bio-Müll« zeigen. Auch gilt es für die Müllwerker, die Plastiktüten, die vom Hersteller als biotonnengeeignet und schnell verrottbar deklariert werden, auszusortieren. Gerade diese Kunststoffabfälle machen den Bioabfall-Produzenten mit die größten Sorgen (wir berichteten). Deshalb versuchen sie auch, die Bevölkerung entsprechend zu sensibilisieren. »Plastik gehört nicht in den Biomüll – egal was die Hersteller draufschreiben«, lautet die klare Ansage. Ist der Müll dann zerkleinert und grob gereinigt, kommt er in den Fermenter. Dort zersetzten Bakterien bei konstanten 55 Grad die Biomasse. Es entsteht ein Gas, das über eine Aktivkohlestrecke gereinigt und danach verdichtet in die Energiezentrale der Stadtwerke Freudenstadt beim Krankenhaus weitergeleitet wird. Dort werden die rund 4500 Tonnen Gas, die jährlich produziert werden, im Blockheizkraftwerk zu Strom und Wärme umgewandelt. Aus rund 10 000 Tonnen Biomasse entsteht flüssiger Dünger, der so direkt auf den Feldern ausgebracht werden kann, und als weiterer Output aus der angelieferten Jahreskapazität von 18 000 Tonnen Gärresten werden rund 3500 Tonnen hochwertiger Kompost gewonnen.

 

Seit 2012 ist diese Anlage zur energetischen Verwertung in Betrieb. Die Gesamtkosten beliefen sich auf etwa 9,5 Millionen Euro. Die Stadtwerke Freudenstadt unterstreichen mit ihrem Verfahren den eigenen Anspruch, den sie mit »effizient und vorausschauend« als Slogan propagieren.

 

Für viele Besucher, die am Sonntag den Weg in das Gewerbegebiet Sulzhau fanden, hat Bioabfall nun einen ganz anderen Stellenwert, denn sie wissen nun, dass ihnen ihre Speise- und Gartenabfälle, wenn auch in völlig anderer Form, in irgend einer Weise wieder zugute kommen.

 

  

Tag der offenen Tür bei der Bioabfallbehandlungsanlage

 

 

Sonntag 13.04.2014  11:30 - 17:00 Uhr

  

 

Tag der offenen Tür bei der Bioabfallbehandlungsanlage

 

Wer wissen möchte wo der Bioabfall aus dem Landkreis Freudenstadt landet und was damit passiert kann die Gelegenheit nutzen und die Bioabfallbehandlungsanlage besuchen. Aus diesem Anlass findet am Sonntag, den 13. April 2014 von 11:30 Uhr bis 17:00 Uhr ein Tag der offenen Tür auf dem Gelände der Anlage im Freudenstädter Gewerbegebiet Sulzhau statt.

 

Am Tag der offenen Tür erwartet die Besucher ein Programm mit verschiedenen Angeboten für die ganze Familie: Ausgeschilderte Rundgänge durch die Vergärungsanlage mit ausführlichen Informationen über die Verfahrenstechniken, Eintrag von Bioabfällen in die Anlage (3mal), Informationsstände des Abfallwirtschaftsbetriebs und der Stadtwerke, Biomüllfahrzeug mit automatischer Erkennung von Fehlwürfen, Preisrätsel mit attraktiven Preisen, das Führerhaus vom Müllauto, Schlepper und Radlader erkunden und vieles mehr. Die Bewirtung im Festzelt mit Mittagessen, Kaffee und Kuchen übernimmt der Verein Hütte Göttelfingen e.V.

 

Der Landkreis Freudenstadt und die Stadtwerke Freudenstadt betreiben seit Oktober 2012 gemeinsam die Bioabfallbehandlungsanlage. 2013 wurden insgesamt 15.000 Tonnen Bioabfälle und Grüngut in der Anlage verarbeitet. Vom Landkreis Freudenstadt wurden Bioabfälle und Grüngut angeliefert. Weitere Bioabfälle kamen von der Stadt Pforzheim und aus dem Zollernalbkreis. Aus den Bioabfällen entsteht Biogas, aus den Gärresten Flüssigdünger und Kompost. Der flüssige Gärrest, etwa 10.000 Tonnen pro Jahr, ist für die Landwirtschaft ein hochwertiger Dünger. Die festen Gärreste reifen in belüfteten Rotteboxen zu Kompost. Die Abluft der gesamten Anlage wird über Biofilter gereinigt. Das in der Anlage erzeugte Biogas wird zu Strom und Wärme umgewandelt. Die Energiemenge beträgt etwa 9,5 Millionen KWh pro Jahr.

 

Mit dieser neuen Vergärungsanlage leistet die Bioenergie Freudenstadt GmbH einen Beitrag für den Umwelt- und Ressourcenschutz. Die Verwertung des Bioabfalls erfolgt innerhalb des Landkreises. Bei der Erzeugung von Biogas und durch die Vermeidung langer Transportwege verringern sich die CO2 Emissionen deutlich und der Energiegehalt der Bioabfälle wird optimal genutzt.

 

  

 

 

 

Landkreis Freudenstadt kontrolliert Biomüll

 

 

 

 Finden sich Störstoffe im Biomüll, kann die Biomüllvergärungsanlage nicht effizient arbeiten.

 Foto: Breitenreuter

  

 

Freudenstadt - Der Landkreis greift zu harten Bandagen: Der Abfallwirtschaftsbetrieb wird künftig verstärkt Biomülltonnen auf nichtkompostierbare Abfälle kontrollieren.

Trotz Flugblattinformationen und Tipps in der Abfallfibel gebe es immer noch zu viele Biotonnen, die Plastiktüten und anderen Müll enthalten, wodurch die Qualität des hergestellten Biokomposts erheblich leidet, heißt es in einer Pressemitteilung des Landratsamts. In der Kernstadt von Freudenstadt sei bei den letzten Abfuhren ein Fehlwurfanteil von 15 Prozent festgestellt worden, weshalb der Abfallwirtschaftsbetrieb künftig die Biotonnen in der Kernstadt verstärkt kontrollieren und – sofern sie nicht kompostierbare Anteile enthalten – diese Biotonnen nicht leeren wird. Falsch befüllte Biotonnen erhalten einen roten Reklamationsaufkleber mit einem Hinweis, warum die Biotonne nicht geleert wurde.

Bei der Kontrolle der Biotonnen wird der Inhalt vor der Leerung auf Störstoffe, also auf falsch eingeworfene Abfälle überprüft. Werden in der Tonne Plastiktüten, auch sogenannte "kompostierbare" Biokunststoffbeutel, in Kunststoff verpackte Lebensmittel, Getränketüten, Blumentöpfe, Alufolien, Dosen, Staubsaugerbeutel, Porzellan oder gar Windeln oder anderer Restmüll festgestellt, bleibt die Biotonne ungeleert stehen.

Der Grund: Nur richtig sortierte Bioabfälle garantierten eine optimale Biogaserzeugung und gute Kompostqualität. Durch den Mehraufwand bei der Aussortierung und die Entsorgung von Störstoffen entstünden dem Abfallwirtschaftsbetrieb hohe Kosten, die letztlich alle tragen müssten. Darüber hinaus sei ein Kompost mit Störstoffen weder in der Landwirtschaft noch im Gartenbau verwertbar. Der Abfallwirtschaftsbetrieb appelliert daher, die Biotonne richtig zu befüllen und zum Einpacken der Abfälle ausschließlich Papiertüten und Zeitungspapier zu verwenden.

 

 

  

 

15.11.2013

 

Anleger besichtigen Biogasanlage

 

 

Im Juli hatte die Kreissparkasse Freudenstadt in Kooperation mit den Stadtwerken Freudenstadt den Öko-Sparkassenbrief Plus mit einem Ausgabevolumen von zwei Millionen aufgelegt. „Mit einem Anlagebetrag zwischen 500 und 10.000 Euro konnten die Kunden der Kreissparkasse, sofern sie gleichzeitig Strom- bzw. Gaskunde der Stadtwerke sind, die nachhaltige Entwicklung der Region aktiv fördern“, so Michael Laschinger von der Kreissparkasse Freudenstadt.

Die Stadtwerke Freudenstadt unterstützen die klimapolitischen Ziele durch Investitionen wie Fotovoltaikanlagen und auch die Beteiligung an der Bioenergie Freudenstadt GmbH. Die Finanzierung erfolgt dabei über die Anlagebeträge unserer gemeinsamen Kunden, freut sich Oliver Daun, kaufmännischer Geschäftsführer der Stadtwerke Freudenstadt.

Am 14.11.2013 machten sich rund 50 Kunden des Öko-Sparkassenbrief Plus in der Bioenergie GmbH im Gewerbegebiet Sulzhau ein Bild davon, dass ihr Geld gut angelegt ist. Bioenergie-Geschäftsführer Rainer Schuler erläuterte schematisch den Ablauf in der Biogasanlage – von der Anlieferung des Biomülls, über die Zerkleinerung im Shredder und das Ausscheiden der metallischen Stoffe mittels Sieb, den Gärprozess im Fermenter, die Nutzung des Biogases in den Blockheizkraftwerden bis hin zur Verwertung der Gärreste als Dünger und Kompost. Im Anschluss konnten die Gäste in Führungen die Anlage besichtigen.

Einhelliges Fazit der Besucher – sehr beeindruckend.

 

 

 

 

 

23.09.2013

Feuerwehrprobe am 18.09.2013

 

Am Mittwoch, den 18.09.2013, fand auf dem Gelände der Bioabfallbehandlungsanlage in Freudenstadt-Sulzau eine Feuerwehrprobe statt. Etwa 60 Kameraden sowie eine Kameradin der Freiwilligen Feuerwehr Freudenstadt mit den Abteilungen Freudenstadt und Grüntal-Frutenhof nahmen an der Übung teil.

 

Nach Alarmauslösung rückten insgesamt 9 Fahrzeuge mit Besatzungen an. Unter widrigen Witterungsumständen mit Dauerregen wurde neben dem Einsatz von Atemschutzträgern zur Brandbekämpfung in der Halle und dem Wartenteil auch die Personenrettung geübt.

Dabei mussten 4 verletzte Personen gefunden und geborgen werden.

 

Besonders anspruchvoll war auch die Bergung einer verletzten Person vom etwa 10 m hohen Fermenter mittels Drehleiter.

 

Nach dem Abschlussappell konnten die Übungsleiter den Kameraden einen planmäßigen und vorbildlichen Einsatz bescheinigen. Auch die Geschäftsführung der Bioenergie Freudenstadt GmbH, vertreten durch die Geschäftsführer Hr. Schuler und Hr. Steudinger, lobten den Einsatz zur Feuerwehrprobe verbunden mit dem Wunsch, dass es nie zu einem echten Einsatz kommen muss.

 

 

 

 

 

 

 

04.09.2013

Athener staunen über Biomüllverwertung

    

Staatssekretär Fuchtel bringt Bürgermeister und Fachleute zusammen / Landkreis-Konzept Musterbeispiel für Delegation

 

Freudenstadt (k-w). Wenn es um Hilfestellung für das krisengeschüttelte Griechenland geht, setzt der Parlamentarische Staatssekretär Hans-Joachim Fuchtel bekanntlich weniger auf große Fördertöpfe, sondern sucht nach pragmatischen Lösungsansätzen. Deshalb führte der Beauftragte der Bundesregierung für die Deutsch-Griechische Versammlung jetzt eine Delegation aus Athen direkt zu einer modernen Bioabfallbehandlungsanlage in seinem Wahlkreis.

 

Dem Bürgermeister des Athener Vorortes Marousi, Georgios Patoulis, konnte der Bundestagsabgeordnete offensichtlich keinen größeren Gefallen tun, als ihm die Bioenergie Freudenstadt, die erst im Herbst letzten Jahres eröffnet worden ist, als Anschauungsobjekt zu zeigen. Patouli erkundigte sich detailliert nach den technischen Einzelheiten dieser beispielhaften Anlage im Gewerbegebiet Sulzhau und wunderte sich vor allem darüber, wie wenig Gerüche beim Erzeugen von Biogas nach außen dringen. Für Geschäftsführer Martin Steudinger war der Besuch ein willkommener Anlass, nach neun Monaten Betriebszeit auch einmal gründlich Bilanz zu ziehen.

Auf eine Jahresleistung von 18000 Tonnen Biomüll ist die neue Anlage ausgerichtet, erklärte er geduldig die Funktionen in allen Einzelheiten. Dabei nannte Steudinger auch den aus seiner Sicht größten Schwachpunkt der energetischen Verwertung. Das ist nämlich das Agieren mancher Bürger, die noch zu viele Fremdstoffe in die Biotonne kippen. Diese bremsen die Verwertung der organischen Abfälle immer wieder aus und können auf Dauer auch zu Schäden führen. 

"Es ist deshalb ganz besonders wichtig", erläuterte Steudinger seinen Gästen, "dass die Bürger unseres Landkreises ordentlich sortieren." Das tun sie zum größten Teil bereits vorbildlich, doch eine Minderheit ist beim Müllsortieren eben nicht gründlich genug. Ist der Bioabfall frei von Fremdstoffen, stehen die Förderbänder so gut wie nie still. Dann ist die Anlage in der Lage, jährlich eine Energiemenge von bis zu 11500 Megawattstunden und eine Strommenge von bis zu 4500 Megawattstunden zu erzeugen. Mit ihrer Wärme werden bis zu 315 Haushalte versorgt, mit Elektrizität bis zu 1280 Haushalte. Nebenbei werden jährlich 4000 Tonnen Kompost und 10000 Tonnen Flüssigdünger produziert.

Hans-Joachim Fuchtel kommt es vor allem auf dieses an: "Fehler, die in Deutschland gemacht wurden, müssen dort ja nicht wiederholt werden", ist seine Devise bei der Gründung von Know-how-Partnerschaften zwischen deutschen und hellenischen Kommunen. Die Gäste aus Athen nahmen als wichtigste Erkenntnis mit auf den Heimweg, dass man mit der Verwertung von Bioabfällen durchaus Kasse machen kann. Denn das gereinigte Biogas wird über eine Gasleitung direkt zur Energiezentrale der Stadtwerke Freudenstadt gefördert, erläuterte Ingenieur Jörg Schleifer. Dort wird es zur Befeuerung eines Blockheizkraftwerkes genutzt. Der so entstandene Strom wird ins öffentliche Netz und die Wärme in das Nahwärmenetz der Stadtwerke eingespeist. Ein Konzept, dessen Umsetzung sich auch Bürgermeister Patoulis in seiner Heimatstadt gut vorstellen könnte.

"Damit haben wir schon wieder eines unserer besonders wertvollen Erfahrungskästchen geöffnet", freute sich der Bundestagsabgeordnete Hans-Joachim Fuchtel über das Interesse auf griechischer Seite. Und vielleicht entsteht ja eines Tages eine Bioabfallbehandlung nach Landkreis-Vorbild in Athen. Ein Anschub in die richtige Richtung ist der Besuch in Freudenstadt auf jeden Fall gewesen.

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Anschauungsobjekt Biomüllverwertung: Georgios Patoulis (links) Bürgermeister des Athener Vorortes Marousi, im Gespräch mit Geschäftsführer Martin Steudinger (Mitte), dem Parlamentarischer Staatssekretär Hans-Joachim Fuchtel (rechts) und Dolmetscherin Dimitra Rousvanidou.

Foto: k-w

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Kontakt: Werner Klein-Wiele Pressereferent MdB Hans-Joachim Fuchtel (CDU)

Killbergstr. 45 72160 Horb-Grünmettstetten

Tel.: 07486-45460 Fax: 07486-45462 e-mail: agentur@klein-wiele.de

 

 

 

 

 

01.04.2013

Informationsbroschüre

 

Der Anlagenbetrieb seit dem 16.10.2012 hat gezeigt, dass die Bürger nicht immer das in die Braune Tonne abgegebene Biogut zur Verwertung ausreichend vorsortieren. Die bei der Anlieferung enthaltenen Störstoffe (insbesondere Kunststoffe und Windeln aber auch Eisenschrott) beeinträchtigen in hohem Maß die Verfahrensschritte und führen zu einem entsprechenden Aufwand bei der Trennung auf der Anlage und damit zu Kosten, die sich negativ auf die Höhe der Abfallgebühr auswirken werden. Außerdem erschweren sie die Verwertung der festen und flüssigen Gärreste.                                      

 

 

 

 

 Der Abfallwirtschaftsbetrieb des Landkreises hat nun einen Flyer erarbeitet, der an alle Haushalte versandt wurde. Der Flyer kann hier eingesehen werden.

DownloadFlyer Sauberer Bioabfall.pdf

 

 

 

 

 

 

 © Bioenergie Freudenstadt GmbH   

 

 

 

  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Aus Bioabfall wird hochwertiger Kompost – Geschäftsführer Rainer Schuler (im karierten Jacket) erklärt den Besuchern beim Tag der offenen Tür die Abläufe in der Bioabfallverwertungsanlage
Foto: Morlock
 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

09.12.2014